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Schlemmerfahrt I 2014

 

Leiter der Fahrt: Christoph Eisenhut
Fotos und Bericht: Armin Gauch
   
Datum der Fahrt:  12. Januar 2014
  Schlemmern und noch etwas paddeln, das kommt mir gerade recht. Da ich in St. Gallen noch etwas zum Erledigen habe, lohnt sich die Fahrt von der Zentralschweiz aus in die Ostschweiz auf jeden Fall.
Ich fahre frühzeitig ab und bin auch frühzeitig auf der Insel und warte auf Christoph, der pünktlich zur abgemachten Zeit mit seinem Bus eintrifft. Zuerst laden wird alles ab.
  Christoph stopft den Dutch-Oven mit allerlei guten Sachen.

Das Schichtfreisch ist schon mal geschichtet.
  Auch der Suppentopf ist eingefüllt.

Natürlich wird die Gemüsesuppe auch in einem Dutch-Oven gekocht.
Der Dutch-Oven heisst nun mal Dutch-Oven.

Berchtold lassen wir zurück um den Dutch-Oven zu bewachen und hat die Order, zur gegebenen Zeit das Reis in die Gemüsesuppe zu tun.

Leo, Alena, Mario und Vinzent leisten ihm Gesellschaft, damit es ihm nicht all zu langweilig wird und, oh weh, sich eventuell schon hinter das Schichtfleich macht, bevor wieder zurück sind. 
Einige Kohlen sind darunter und einige kommen oben drauf.
Jetzt kann es schmoren. 
Jetzt gehts raus auf den See.

Mit 3 Seekajak und einem Kanadier fahren wir rund um die Insel Reichenau.

Jürg, Christoph und Maggi fahren mit einem Seekajak und bei mir im Kanadier paddelt Pablo munter mit.
 Einfach phantastisch auf diesem spiegelglatten See eine Runde zu ziehen.
Der Nebel lösst sich langsam auf und wir sehen hinüber ans andere Ufer. 
 Wie mit einem aufgerissenen Maul von einem Krokodil durchpflügen wir den See.
Christoph übt mit dem Seekajak schon mal den TID (Tour International Danubien), auf dem er dann mit 2514 km um einiges länger unterwegs sein wird. 
Die GUNDA habe ich zwar am Bodensee gekauft. Sie ist aber trotzdem das erste mal hier auf dem Wasser. Aber mit Pablo vorne im Boot fühlt sie sich gleich wieder zu Hause. 
Eine kurze Rast, damit wir die Beine vertreten können.
Im Januar hat es keine Strandbrüter in der Uferzone, sodass wir hier getrost den kleinen Strand betreten dürfen.

Der Sandregenpfeifer z.B. ist ein alljährlicher Durchzügler von März bis Anfang Juni und von August bis Oktober.
Darum können wir jetzt auch keinen sehen.
Alle sind wieder bereit für die Weiterfahrt.

Ich frage Christopf, ob wir die Boote über den Damm tragen müssen.

Aber er gibt Entwarnung, es hat einen Tunnel für die Boote, damit wir die Insel umrunden können.

 
Hier geht es auf die andere Seite der Insel.

Genau genommen ist es eine Halbinsel. 
Bald sind alle durch und es geht wieder westwärts zu unserem Ausgangspunkt.

Aber wir müssen noch einiges Paddeln, denn die Uferlänge der Insel ist 11 Km und wir haben hier gerade mal die Hälfte zurückgelegt.
Hier halten wir etwas hinaus auf den See, denn vor uns hat es einige tausend Wasservögel auf dem Wasser. Diese wollen wir nicht aufscheuchen.

Aber es nützt nichts. Alle fliegen auf und umkreisen unsere Köpfe.

Es sind genau 2973 Vögel. Wer es nicht glaubt kann das nächste mal mitkommen und selber zählen. 
Bald sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt. Doch Christoph hat noch etwas zum Ansehen.

Ein kleines Sammelsurium erwartet uns. Christoph zieht es aber in den Gemüseladen. Will es denn hier noch etwas Gemüse kaufen? Das hätte er aber früher machen müssen, denn unsere Gemüsesuppe ist ja bereits am broddeln.
Ob da jemand ein Holzboot bauen wollte?
Nur noch um diese runde Ecke und wir können uns hinter die Gemüsesuppe machen.
Glücklich angekommen. 
Ui, sieht das lecker aus.

Das sind aber keine Schnecken zum Dessert, sonder als Vorspeise gedacht, mit Speck und Schinken drin.

Das Schichtfleich ist gar, die Suppe ist gekocht, es kann geschlemmert werden.

Der Chefkoch beim Schöpfen.

Das Schichtfreisch ist bald mal nur noch Geschichte.
  Die Wolken lösen sich immer mehr auf und wir geniessen eine wunderschöne Stimmung hier am Bodensee.
 

 

Nachher fahre ich noch zur grosssen Ruine Schopflen, welche sich auf dem Damm befindet. Hier lese ich, dass man früher zu Fuss in seichtem Wasser zur Insel gelangen konnte. Der Damm wurde um 1838 aufgeschüttet und einige male erhöht.

Auf der Aussichtsplattform hat man eine schöne Aussicht auf den See. Man sieht sehr viele Wasservolgel. Ich spreche mit einem Mann, der sich offenbar in Ornithologie auskennt. Er hat ein Stativ aufgestellt und ein grosses Fernrohr drauf.
Er sagt, dass es hier etwa 20 verschiedene Arten von Wasservögel gibt, wobei die Kolbenente den Hauptteil ausmacht.
Er sagt auch, dass es hier gegen die 5000 Wasservogel gibt. Weit draussen sehe ich einige Silberreiher, die dort im etwa 20 cm tiefen Wasser noch stehen können.