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Safety first!

 

In der IG-Opencanoe haben wir uns seit Anfang mit dem Thema Sicherheit auseinander gesetzt. In zwei Wochenendkursen in Zusammenarbeit mit der Kanuschule Versam sowie jährlichen Sicherheitstagen wurden und werden unsere Mitglieder ständig geschult und weitergebildet. Trotzdem gibt es wie bei jeder Sportart keine 100%ige Sicherheit. Sollte trotzdem einmal etwas passieren oder fahren wir an eine Unfallsituation, so ist es am wichtigsten, dass möglichst alle sofort wissen, was zu tun ist. Auf dieser Seite werden in nächster Zeit wichtige Infos zum Thema Safety first! veröffentlicht.
Der Vorstand der IG-Opencanoe erwartet von seinen Mitgliedern, dass die Rega-App auf ihrem Smartphone (falls verhanden) installiert ist und man diese auch anzuwenden weiss.
 
Merkblatt: Erste Hilfe bei Outdoor-Aktivitäten
Merkblatt: Die Anwendung der Rega-App
Merkblatt: Alarmierung Rettungshelikopter
Merkblatt: Unterkühlung / Erfrierung

iPhone und Android-Smartphone vor Helikopter

 
Bäume / Äste / Hindernisse in der Strömung
Auf bewegtem Wasser eine grosse Gefahr! Oft wird die Strömung auf solche Hindernisse hin komplett unterschätzt oder der Paddler wird vom Hindernis überrascht. Hier ist sehr schnelles reagieren angesagt, kämpft man bei der Rettung nicht nur mit dem Gewicht des Paddlers, sondern auch mit dem enormen Druck des Wassers (bis zu 2 Tonnen pro Quadratmeter Fläche!). Zudem sind Rettungen an Hindernissen auf für die Hilfspersonen immer mit grossem Risiko verbunden und müssen äusserst umsichtig angegangen/koordiniert werden. KEINE RETTUNGEN WENN DER RETTER IN GEFAHR! Bei Rettungen im fliessenden Wasser nie eine Up- & Down-Stream-Sicherung vergessen. Das ist ein Wachposten, welcher oberhalb der Stelle (genügend Abstand / Rufweite!) auf schwimmende Gefahren / weitere Paddler achtet und alarmiert. Der Down-Stream-Wachposten ist ein mit Boot und Wurfsack bestückter Retter, welcher freikommende Rettlinge oder aber missglücklich ins Wasser gefallene Retter aus dem Fluss holt.
 
Ertrinken
Wahrscheinlich die naheliegenste Todesursache des Paddlers... Nein! Meist ist es eine Verkettung ungünstiger Umstände die zum Ertrinken des Paddlers führen. Wichtig ist es darum, Anzeichen einer solchen Verkettung rechtzeitig zu erkennen und zu handeln. Wir tragen stets Schwimmwesten. Hier halten wir aber Augenmass und lassen diese auch mal am Ufer, wenn wir nur wenige Meter vor Land auf einem See etwas paddeln, tragen aber eine spezielle Wildwasserweste auf Flüssen mit einer Schwierigkeit über WW III.
 
Fahren in der Gruppe
Eine Gruppe ist immer sicherer als das Paddeln alleine. Es hängt aber sehr von der Gruppengrösse, der Zusammensetzung sowie dem Können der Gruppenteilnehmer ab, ob eine Gruppe sicher oder nicht unterwegs ist. Selbstverständlich ist es im Notfall von grossem Vorteil, wenn Paddler bereits einmal zusammen geübt haben. Dazu ist ein Wurfsackwerfen in der Pause eine sehr gute Sache. Auch das Absprechen von Zeichen (eindeutig!) und die Reihenfolge der Paddler ist VOR der Fahrt äusserst wichtig!
 
Unterkühlung
Sobald wir auf dem Wasser unterwegs sind, haben wir es mit der ständigen Gefahr der Unterkühlung zu tun. Zu diesem Thema haben wir ein PDF-Dokument zusammengestellt. Bei Ausfahrten mit unter 10° Lufttemperatur und einer Wassertemperatur von unter 18° kleiden wir uns entsprechend mit Neopren oder Trockenanzug. 
 
Wetter
Bei einer Tourenplanung gilt es das Wetter gut einzuplanen. Auf der Tour gilt es das Wetter ständig zu beobachten und im Zweifelsfalle lieber einmal zu früh als zu spät eine Tour zu unterbrechen / abzubrechen. Besonders Gewitter mit Blitzen erfordern rasches Handeln! Auf offenen Seen und Gewässern haben wir Paddler bei Gewitter/Sturm nichts zu suchen.
 
Notfall - Ausrüstung
Auf jeder Tour dabei sind sicher ein Wurfsack pro Paddler, ein Handy (Schwimmweste), Messer, Signalpfeife sowie eine Notfallapotheke. Auf einer Tour ab ungefähr WW II sollte in jeder Gruppe Notfall - Ausrüstung dabei sein. Dies sind Schraubkarabiner, Bandschlingen, Prusikschlingen und Seilrollen. Dieses Notfallmaterial lässt sich sehr gut auf alle Teilnehmer verteilen. Wenn jeder etwas dabei hat lässt sich prima kombinieren. Wichtig ist hier selbstverständlich auch wieder das Üben in der Gruppe.
 
Ausbildung
Eine solide Ausbildung / Schulung hilft, Gefahren frühzeitig zu erkennen.
Dazu kann man entweder einen Kurs z.B. in der Kanuschule Versam buchen oder aber mit reger Teilnahme an unseren Ausfahrten bei den erfahrenen Paddlern den einen oder anderen Tipp abholen.
 
Jedem Paddler ist ein Rescue III - Kurs (Whitewater Rescue Technican) wärmstens zu empfehlen. Speziell für Paddler werden diese von der Kanuschule Versam angeboten. Die IG-OC empfiehlt ausdrücklich solche Kurse und subventioniert ihre Mitglieder, welche einen solchen Kurs ausweisen können mit einem einmaligen Zustupf. Auskünfte beim Obmann.
 
Folgende Ausbildungen zum Gruppen - leiten werden angeboten:
 
esa-Leiter/in Kanusport (SKV / BASPO)
Dieser Leiterkurs ist der Nachfolger des SKV-Paddelguides. Einzelne Module werden angeboten.
http://www.swisscanoe.ch/de/esa-leiterin-kanusport
 
SOA - Kanuguide
Diese Ausbildung wird von der Swiss Outdoor Association angeboten (Zusammensschluss der schweizer Outdoorsportanbieter).
http://www.swissoutdoorassociation.ch/ausbildung/kanuguide-ii/modulbeschrieb/
 
ACA - Paddelguide
Die Ausbildungen der American Canoe Association (ACA) haben weltweit einen sehr guten Ruf, sind sie doch auch weltweit annerkannt.
http://www.raphaelkuner.de/kurse/paddle-guide-ausbildung/

 

Tourenplanung
Für die Tourenplanung hat unser Mitglied Ruedi Eisenhut ein praktisches "3x3 der Sicherheit"
zusammengestellt. Es lohnt sich, nach diesem Muster eine Tour zu planen. Hier kannst du die Datei
downloaden.
 
 
Notfallkarte
Es ist empfehlenswert, sich eine Notfallkarte zu erstellen. Darauf geschrieben gehört: Name, Vorname, Geburtsdatum, Grösse, Blutgruppe, benötigte Medikamente, besondere Körpermerkmale, Person die im Notfall benachrichtigt werden muss. Alles eingeschweisst (laminiert) und in der Schwimmweste hilft Rettern im entscheidenden Moment enorm!